Feuchte Luft ist leichter als trockene Luft

Warum können wir Modell-(Segel)-Flieger, Gleitschirm- und Drachenflieger sowie mahntragende Segelflugzeuge ohne Motor stundenlang am Himmel bleiben?

Die Ursache liegt in der Erwärmung des Bodens durch die Sonne. Dadurch bildet sich, im Vergleich zur Umgebung, ein Temperaturunterschied. Ab einer bestimmten Temperaturdifferenz von ca. 2°C, meistens gekoppelt durch auslösende Faktoren wie Wind oder Hindernisse – sogenannte Abrisskanten – steigt diese Luftblase auf. Der Grund dafür ist die geringere Dichte von warmer Luft im Vergleich zur kalten Luft.

Aber auch die Feuchte der Luft ist ausschlaggebend. Man könnte denken, dass feuchte Luft durch die zusätzliche Beladung mit Wasser schwerer wäre – betrachtet man die Sache genauer, so erkennt man, dass feuchte Luft jedoch eine geringe Dichte als trockene Luft besitzt. Das liegt daran, dass ein Wasser-Molekül (H2O) mit 18,02 g/mol eine geringere molare Masse hat als molekularer Stickstoff (N2), dem Hauptbestandteil der Luft, der eine molare Masse von 28,01 g/mol besitzt. Dabei nehmen die Moleküle ungefähr den gleichen Raum ein.
Besonders im Frühling, wo der Boden und die Umgebungsluft noch sehr kalt und häufig feucht ist, entwickeln sich starke Thermiken. 

Ein sehr anschauliches Video findest Du hier:

Benjamin Kelm

Benjamin Kelm

Benjamin Kelm, 22 Jahre alt, ist ein Maschinenbaustudent aus Aachen. Seit seiner Kindheit ist er von allem, was fliegt, fasziniert. Hier berichtet er über seine Projekte, Tests und neuen Erkenntnisse.

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